Test: Stay in Tune 1.3 für iPhone

by Stefan Maus on June 28, 2009

Haben Sie ein iPhone, liebe Leserinnen und Leser? Haben Sie sich schon einmal mit der Vielzahl von installierbaren Produkten, sogenannten Apps auseinandergesetzt?
Es gibt mittlerweile tausende von Applikationen, die sich mit allen möglichen und unmöglichen Aufgaben befassen, angefangen von einer einfachen Liste “zu erledigen” bis hin zu technisch-wissenschaftlichen Taschenrechnern, von der Projektplanung bis hin zu kompletten Wörterbüchern.

So gibt es auch im Bereich Musik eine unglaubliche Auswahl von Software, viele kostenlos, andere wiederum für wenig Geld im iTunes-Store zu erwerben.
Vor einigen Wochen habe ich eine Applikation installiert, Stay in Tune in der Version 1.3 des Herstellers Sonzea, LLC. Es handelt sich dabei um ein chromatisches Stimmgerät, das über das eingebaute Mikrofon des iPhones gespeist wird.
Anfangs war ich skeptisch, ob ein Mobiltelefon, aufgepeppt mit zusätzlicher Software, wirklich in der Lage sein soll, einen Berufsmusiker mit seinen Anforderungen an Genauigkeit und schnelle Bedienung zufriedenzustellen.

Die Installation verläuft, wie bei allen anderen Apps, vollautomatisch durch Synchronisation per iTunes. Nach dem Starten sehen wir ein sehr großes und übersichtliches Display:

IMG_0001.jpg

Das Stimmen selbst ist einfach zu bewerkstelligen. Der Zeiger tanzt nicht wild hin und her sondern erleichtert durch seine Dämpfung den Stimmvorgang.

Es werden einige voreingestellte Konfigurationen mitgeliefert für diejenigen, die nicht genau wissen, welche Töne überhaupt auf ihrem Instrument gefordert sind.

IMG_0002.jpg

Für uns Geiger sind die leeren Saiten eines 5saitigen Banjos sicherlich nicht so interessant, aber die Einstellung Violine/Mandoline ist für unerfahrene Instrumentalisten am Anfang eine Hilfe. Mit zunehmender Erfahrung wird wahrscheinlich die Grundeinstellung “Chromatic” gewählt, in der wir im täglichen Einsatz am besten fahren.

Der Ablauf beim Stimmen ist sehr einfach: Das Icon für den Tuner antippen, 1 oder 2 Sekunden warten und losspielen. Kein justieren, kein fummeln, einfacher geht es kaum.

Ferner haben wir auch die Option, uns das richtge A vorspielen zu lassen.

Sehr wichtig für uns ist die Möglichkeit, die Software zu kalibrieren. Wir können das Gerät auf ein A zwischen 400Hz und 480Hz justieren, ein riesiger Einstellbereich, der allen Anforderungen genügen sollte.

Das Display ist groß und sehr gut abzulesen. Wem die Grundeinstellung nicht genügt, kann sein iPhone um 90 Grad drehen, die Software erkennt die Ausrichtung des Gerätes:

IMG_0003.jpg

Wie genau ist diese Softwarelösung?
Wie ich eingangs schrieb, war ich zunächst skeptisch. Ich habe es mit meinem Korg-Tuner verglichen und auch mit Sinustönen getestet. Die Genauigkeit ist sogar ausgezeichnet.
Mit einer Einschränkung: Die Kalibrierung scheint um genau 1Hz verschoben zu sein. Um genau 443Hz zu stimmen, muss das Gerät auf 444Hz kalibriert werden. Die erste Abbildung oben ist mit einem Sinuston von 443Hz entstanden. Bei Kalibrierung auf 444Hz steht der Zeiger exakt in der Mitte.
Ich habe das mit mehreren Frequenzen überprüft, jedes Mal genau ein Hz höher kalibrieren, und die Stimmung ist exakt.

Ich habe den Hersteller deswegen kontaktiert, er wird sich des Problems annehmen und hoffentlich beim nächsten Update nachbessern.

Der Preis dieser Software liegt mit 2,99 Euro sehr günstig, wenn man sich die Präzision und die Möglichkeit vor Augen führt, das Gerät zu kalibrieren, eine Option, ohne die jegliches Stimmgerät für ernsthafte Instrumentalisten wertlos wäre.

Mit der kleinen Einschränkung der um 1Hz verschobenen Kalibrierung gebe ich für diese Software eine klare Kaufempfehlung. Wenn Sie ohnehin ein iPhone besitzen, können Sie auf diese Weise das Geld für ein externes Stimmgerät sparen.

Stay in Tune 1.3
sonzea, LLC
Preis: 2,99 Euro

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All By Myself

21.06.2009

Dieses Video habe ich heute morgen zufällig gefunden und wollte es Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.
Viel Spaß!

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Wartungsarbeiten

14.06.2009

Liebe Leserinnen und Leser,
an diesem Wochenende werde ich einige umfangreichere Wartungsarbeiten an diesem Blog vornehmen. Zum einen handelt es sich um das Upgrade zu WordPress 2.8, zum anderen werde ich die Oberfläche Thesis, die ich seit einiger Zeit benutze, ebenfalls auf den neuesten Stand bringen.
Sollten sich einige Seiten oder sog. Widgets nicht so anfühlen oder [...]

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Wie lese ich Fingersätze?

06.06.2009

Es gibt im Internet offensichtlich, wenn überhaupt, nur wenige Hinweise darauf, wie wir die zahlreichen in die Noten gedruckten Fingersätze interpretieren. Das ist natürlich besonders für diejenigen ärgerlich, die das Instrument mehr oder weniger autodidaktisch erlernen wollen.
Beginnen wir vorsichtshalber ganz am Anfang. Die Finger sind durchnummeriert. Der Zeigefinger bekommt die Nummer 1, der kleine Finger [...]

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Das Lampenfieber Teil 4

30.05.2009

Stellen Sie sich vor, liebe Leserinnen und Leser, Sie stehen auf der Bühne, alles läuft mehr oder weniger planmäßig, und aus heiterem Himmel fängt Ihr Bogen an zu zittern. Einfach so, ohne Vorwarnung.
Gelegentlich haben wir mit diesem Phänomen zu kämpfen, und häufig wissen wir nicht, was wir dagegen unternehmen sollen.
Beim nächsten Konzert sind wir aufgeregt. [...]

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Die 50.000er-Marke

23.05.2009
Thumbnail image for Die 50.000er-Marke

Liebe Leserinnen und Leser, heute ist es passiert. Seit Erscheinen des ersten Beitrags am 1. Juli 2008 hatten wir auf diesem Blog über 50000 Zugriffe!
Eine enorme Zahl, vor allem, wenn man sich vergegenwärtigt, dass ein Blog, der sich ausschließlich mit der Geige und diesbezüglicher Techniken und Tips beschäftigt, eher ein Nischendasein führt, verglichen mit den [...]

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Das Lampenfieber Teil 3

16.05.2009

Sehen wir uns “den Feind” einmal genauer an, liebe Leserinnen und Leser. Ich meine damit das Publikum.
Ist das Publikum wirklich unser Feind? Wir dürfen nicht vergessen, dass wir als Musiker auf der Bühne stehen, nicht als Politiker. Trotzdem haben viele Musiker den Eindruck, das Publikum sei eine amorphe Masse, mehr oder weniger feindlich gesinnt.
Weshalb kommt [...]

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Das Lampenfieber Teil 2

02.05.2009

Viele Musiker, die ein Konzert planen, haben Angst vor heiklen Stellen. Sie haben Angst, sich dort zu verspielen, sie warten schon förmlich auf die schwierige Stelle, auf die Angst-Passage, auf den dummen Lagenwechsel von der zweiten in die achte Lage. Sie stellen sich noch wenige Minuten vor dem Auftritt ins Stimmzimmer, um den fraglichen Lauf [...]

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Das Lampenfieber Teil 1

24.04.2009

Musik ist etwas Schönes. Erst recht, wenn wir anderen Menschen damit eine Freude bereiten können. Trotzdem haben viele Musiker mit Lampenfieber zu kämpfen, das manches Mal so stark ist, dass das Spiel darunter leidet.
In dieser Serie will ich versuchen, dem einen oder anderen bei der Bekämpfung von allzu großem Lampenfieber zu helfen.
Was ist Lampenfieber?
Der deutsche [...]

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