Liebe Leserinnen und Leser, bisher habe ich mich bewusst zurückgehalten, wenn es um Tips zu Fingersätzen und Strichen ging, da Fingersätze eine sehr persönliche Sache sind und viel vom individuellen Geschmack abhängen. Jetzt bin ich jedoch explizit auf eine Stelle angesprochen worden, die mit einem ganz bestimmten Fingersatz deutlich leichter zu spielen ist.
Es geht dabei um die Stelle largamente nach den dreistimmigen Akkorden aus der letzten Folge.
Gelegentlich wird bereits der Anfang dieser Stelle auf der G-Saite gespielt, was uns zum Teil auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen lässt. Ich möchte hier einen anderen Fingersatz vorschlagen:

Wir umgehen dadurch den direkten Sprung zum “b” in die 7. Lage und das, ohne wesentliche Klangeinbußen zu erleiden, vorausgesetzt, wir nehmen auf der D-Saite sehr viel Bogen.

In der weiteren Folge kommen wir jedoch um die G-Saite nicht länger herum. Das lange “a” klingt schlicht besser und satter. Für das “a” bevorzuge ich persönlich den dritten Finger, weil das Vibrato leichter zu spielen ist. Wenn Sie nicht so gut mit dem vierten Finger vibrieren können, wäre das eine Alternative für Sie.
Versuchen wir einmal den Sprung zum “a”:

Wenn es noch zu unsauber oder unsicher ist, isolieren wir das Problem weiter und beschränken uns auf den Lagenwechsel:

Wenn der Lagenwechsel sitzt, können wir wieder die vorige Version versuchen.
Nun müssen wir wieder aus der sechsten Lage heil in die zweite Lage gelangen, um den Triller spielen zu können:

Auch hier versuchen wir, so viel wie möglich die Probleme zu isolieren, um uns nicht durch weitere Noten ablenken zu lassen.
Sie sehen, es sind grundsätzlich immer dieselben Lösungsansätze, mit denen wir im Laufe der Zeit schwierige Stellen erarbeiten.
Gehen wir ein wenig weiter auf die zweite Seite, kurz vorm poco piu lento. Unmittelbar vor den Trillern finden wir folgende Stelle:

Auf den ersten Blick nicht schwierig, aber vielleicht gerade deshalb so häufig gepfuscht. Aus klanglichen Gründen sollten wir das “f” auf die A-Saite legen und erst danach wieder für die Triller auf die E-Saite wechseln.
Wir üben also anfangs wieder den Lagenwechsel:

Denken Sie bitte daran, dass Sie auch hier den gewohnten Strich nehmen, nicht mal Ab- und dann wieder Aufstrich.
Wenn diese Stelle sicher ist, ein Vibrato auf dem “f” hat und gut klingt, arbeiten wir an dem Teil, der so häufig “verwaschen” und ungenau wird:

Bitte darauf achten, dass die Sechzehntel sehr präzise und klar, rhythmisch sehr genau, jedoch ohne Betonung gespielt werden. Danach setzen wir die Passage zusammen:

In der nächsten Folge beschäftigen wir uns u.a. mit den Trillern und wie sie technisch am besten ausgeführt werden.













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Wann kommt denn endlich die Folge 12 mit den Trillern ?
Da ich nebenbei noch einen Beruf ausübe, für meine Bloggertätigkeit kein Geld bekomme und glücklicherweise den letzten Beitrag schon vorbereitet hatte, werde ich in den nächsten Tagen vermutlich endlich Zeit finden, mich damit auseinanderzusetzen.