In der letzten Folge sind wir in Richtung der Kreuz-Tonarten gewandert. Dasselbe können wir selbstverständlich auch in die andere Richtung durchführen.
Wir nehmen wieder C-Dur als unseren Ausgangspunkt und fügen ein “b” als Vorzeichen hinzu. Es entsteht die Tonart F-Dur.
Vom Grundton “F” beginnend liegen unsere Halbtonschritte wieder zwischen den Stufen III und IV, in unserem Fall zwischen “A” und “B” und wieder zwischen den Schritten VII und VIII, was in unserem Falle von F-Dur den Tönen “E” und “F” entspricht.
An der Grafik können Sie sehr schön sehen, dass an diesen Stellen die Finger nebeneinander stehen.
Gehen wir von F-Dur aus und fügen ein weiteres “b” als Vorzeichen ein. Es entsteht die Tonart B-Dur.
Die Halbtonschritte, Sie ahnen es, liegen in diesem Fall zwischen “D” und “Es” und wieder zwischen “A” und “B”.
Das Prinzip ist immer wieder dasselbe. Egal, ob Sie im einfachen G-Dur oder in exotischeren Tonarten wie Fis-Dur mit sechs Kreuzen unterwegs sind, die Halbtonschritte liegen in den Dur-Tonarten immer zwischen denselben Stufen III/IV und VII/VIII.
Wenn Sie sich diese musiktheoretische Grundregel immer vor Augen führen, kann eigentlich kaum etwas passieren.
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Geigenunterricht, Grifftabelle













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Ich habe eine Frage,und zwar,können sie mir sagen,bei wie vielen Kreuzen jeweils ich auf welcher Seite welche Griffarten spielen muss(in der 1.Lage).
1 und 2 Kreuze:
http://www.sdmaus.com/geigenblog/die-grifftabelle.html
3 Kreuze:
G-Saite unverändert, wobei wir keine leere Saite mehr nehmen dürfen, da wir Gis benötigen. Also notfalls den ersten Finger tief stellen für das Gis. D-Saite wandert der 3. Finger nach oben, also dritte Griffart. A-Saite unverändert erste Griffart, E-Saite 1. Griffart.
4 Kreuze:
G- Saite wandert der vierte Finger nach oben, das wird gerne als vierte Griffart bezeichnet. D-Saite wie 3 Kreuze, wobei wir keine leere Saite spielen dürfen. Wir benötigen ja Dis. Dieses Dis müssen wir also auf die G-Saite verlegen, wenn wir in den Griffarten bleiben wollen. A-Saite dritte Griffart. E-Saite 1. Griffart.
Bei einem Kreuz mehr verändert sich ja immer nur ein Ton. Alles andere bleibt gleich. Wenn wir also von 1 Kreuz=G-Dur zu 2 Kreuze=D-Dur wollen, kommt in der Tonleiter nur anstelle des C ein Cis. Wir müssen also schauen, welche Finger auf welcher Saite für das C/Cis zuständig sind.
Das wäre dann auf der G-Saite der dritte Finger, der einen Halbton nach oben wandert, auf der D-Saite passiert nichts, auf der A-Saite ist das der 2. Finger, der nach oben geht. Auf der E-Saite ist wieder nichts.
Bei drei Kreuzen kommt ein Gis dazu, wir müssen also alle G zum Gis umbauen, je nachdem, welcher Finger gerade zuständig ist.
Bei vier Kreuzen, E-Dur, wird D zum Dis.
Bei fünf Kreuzen, H-Dur, wird A zum Ais,
bei sechs Kreuzen, Fis-Dur, wird dann E zum Eis.
Bei sieben Kreuzen, Cis-Dur, würde dann auch noch das His dazukommen, das anstelle des H gespielt wird.
Es ist eigentlich primär eine Fleißarbeit, sich das auszuknobeln…