Gelegentlich werde ich gefragt, wie eigentlich eine Schulterstütze korrekt angebracht und angepasst wird. Ich werde anhand einiger Fotos versuchen, diese Frage zu beantworten.
Es gibt zwar diverse Hersteller von Schulterstützen, die Bauart ist jedoch meistens sehr ähnlich, zumindest was die Marktführer Wolf und Kun angeht. Die folgenden Fotos sind mit einer Kun Voce entstanden.
Wir bringen die Stütze zu Anfang in einer neutralen Stellung an:

Die Krümmung, die bei den meisten Stützen vorhanden ist, passt sich dabei dem Körper an. Wenn wir sie andersherum anbringen, gräbt sie sich in die Schulter, was auf Dauer sehr unangenehm ist.
Möglicherweise muss noch der Abstand zischen beiden Füßen angeglichen werden, damit die Stütze auf die Geige passt bzw. nicht herunterfällt. Das geschieht meistens durch kleine Schrauben (Kun) oder durch einen kleinen Metallbügel (Wolf), der hinein- oder herausgezogen werden kann.
Als nächstes setzen wir die Geige an und warten ab, was passiert. Wie fühlt es sich an?

Sehr wichtig dabei ist die richtige Einstellung der Höhe. Sie sollte an der Seite des Kinnhalters so hoch eingestellt sein, dass wir weder den Kopf verdrehen, noch die Schulter hochziehen müssen, um die Geige ohne Mithilfe der linken Hand halten zu können.
Ggf. müssen Sie die Füße der Stütze ein wenig herausschrauben, so dass der optimale und bequeme Abstand zwischen Schulter und Kiefer erreicht wird. Die andere Seite der Stütze schrauben wir in etwa auf die gleiche Höhe.
Damit sollten wir diese Haltung erzielen:

Es kommt immer wieder vor, dass die Geige etwas zum Boden hängt. Wir müssen in diesem Fall dafür sorgen, dass die Stütze mehr in Richtung Brustbein verschoben wird, da dadurch das Instrument besser gestützt wird:

Im Idealfall erreichen wir dadurch eine waagerechte Haltung des Instruments, ohne es zusätzlich durch die linke Hand halten zu müssen und ohne die Schulter oder den Nacken zu verkrampfen.
Sollten Sie noch weitere Fragen oder Anregungen haben, ich würde mich sehr über Kommentare freuen!
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Schulterstütze













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Wo finde ich Infos zu Montamedi Schulterstuetze?
Bilder, Meinungen, Erfahrungsberichte?
Ich spiele schon seit Jahren mit einer Motamedi Schulterstütze, habe nie etas Angenehmeres an Stützen gefunden. Sie lässt sich in alle Richtungen biegen und anpassen und kann auch so gebogen werden, dass sie quasi hinten über die Schulter ragt und dort “festhängt”, man braucht also kaum Kraft, um die Geige zu halten. Entspannter kann man nicht geigen, finde ich. Leider habe ich mittlerweile auch keine Adresse mehr und weiss auch nicht, wo man sie bekommen kann.
Du meinst vermutlich die Motamedi. Ich persönlich habe keine Erfahrungen damit, da ich keine Probleme mit der Schulter habe. Auch meine Kollegen spielen andere Fabrikate.
Google mal ein wenig, ich habe gerade einige Links zu Foren gefunden, in denen diese Stütze diskutiert wird. Ansonsten frag doch mal einen Geigenbauer. Möglicherweise hat der einige verkauft und schon Rückmeldungen bekommen.
Es schient mir alsob im Deutschen InternetzRaum mehr “Basteleien” fuer Schulterstuetzen zu finden sind. Auch hier ist interessantes geschrieben: http://www.dispokinesis-frankfurt.de/files/anpassen.pdf
Ich spiele seit ca einem Jahr Geige und auch ohne Probleme in Schulter und Hals. Nach einer dreiwöchigen Pause hatte ich aber nach den ersten paar Tagen eine verkrampfte Schulter. Dabei habe ich nichts verändert.
Meiner Meinung nach habe ich einen recht langen Hals, denn wenn ich von meiner Kun-Stütze die Füße soweit es geht rausschraube, die Geige auf die Schulter lege wie du es beschrieben hast und den Kopf gerade lasse habe ich zwischen Kinnhalter und Kinn noch 3-4 cm Platz.
Kann das an meiner Haltung liegen (ich bin Autodidakt) und wenn nicht, was kann man da tun?
Es liegt vermutlich an den drei Wochen Pause. Das ist vergleichbar mit einem Sportler, der gut trainiert ist. Nach drei Wochen Pause muss er wieder ein gutes Stückchen unterhalb seines gewohnten Leistungsstandards anfangen.
Bei der Geige ist es genauso. Nach drei Wochen ohne Geige musst Du wieder gaaaanz vorsichtig loslegen. Mir geht das ebenso, wenn ich urlaubsbedingt einige Wochen ohne mein Instrument auskommen muss, fühle ich mich danach wieder wie ein musikalischer Analphabet.
Mein Tip: Probiere nicht zu viel herum, wenn Du vor dem Urlaub glücklich warst. Mach es jetzt genauso, nur in sehr kurzen Übeeinheiten, damit Du gar nicht erst verkrampfen kannst. “Sehr kurz” heißt irgendetwas zwischen fünf und zehn Minuten. Notfalls noch kürzer. Dann dreißig Sekunden bis eine Minute Pause, dann wieder weitermachen usw.