Wie oft reinigen Sie eigentlich Ihre Saiten, liebe Leserinnen und Leser? Wundern Sie sich ab und zu darüber, dass Ihr Instrument besonders auf der E-Saite pfeift oder gar quietscht?
Im Laufe der Zeit setzt sich auf den Saiten Kolophonium-Staub ab, der das Schwingen der Saiten z.T. erheblich behindert. Je dünner die Saiten sind, desto empfindlicher reagieren sie auf Umstände, die die Vibration beeinflussen können. Dazu trägt in großem Maße auch der klebrige Staub des Kolophoniums bei, der sich allmählich wie eine Kruste um die Saite bildet.
Ich habe mir angewöhnt, nach dem Spielen die Saiten mit einem weichen, nicht fusselnden Tuch abzuwischen, um es gar nicht so weit kommen zu lassen. Dabei ist sehr wichtig, mit wenig Kraft zu Werke zu gehen. Saiten sind in der Regel umsponnen, und diese Umwicklung kann beschädigt werden oder sich gar abwickeln, wenn wir mit zu viel Kraft und einem harten Tuch über die Saiten rubbeln, als wollten wir uns nach dem Duschen abtrocknen.
Wenn die Reinigung nach dem täglichen Spiel geschieht, hat das Kolophonium noch nicht genügend Zeit gehabt, sich wie eine Schnitzel-Panade auf die Saite zu legen und lässt sich leicht entfernen.
Was ist nun, wenn sich bereits eine Kruste gebildet hat?
In diesem Fall ist es leichter, den Staub mit Hilfe etwas Alkohols von der Saite zu reiben. Einige Kollegen haben extra zu diesem Zweck ein Fläschchen Kölnisch Wasser im Geigenkasten. Ein paar Tropfen auf unserem Reinigungstuch genügen vollkommen, um die Saiten weder bespielbar zu machen.
Aber auch hier bitte vorsichtig sein - nur ein wenig davon nehmen, denn die Gefahr ist sonst groß, dass etwas davon auf den Lack gerät, und das ist nur gesund für die Einkünfte des Geigenbauers.
Noch etwas - beschränken Sie sich bitte auf Kölnisch Wasser oder ähnliche Produkte. Bitte nicht Waschbenzin oder vergleichbares nehmen, dann werden Sie auch mit älteren Saiten Freude an Ihrem Ton haben!
Technorati Tags: Reinigung, Saiten












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